Was bin ich? Berufe in Porzellan

Dauer der Ausstellung: vom 19. Januar bis 17. Mai 2020

 

In der Ausstellung „Was bin ich?“ steht die Festtafel als Ganzes im Mittelpunkt. Für die Tischdekoration ihrer Festtafeln gab die Aristokratie im 18. Jahrhundert ein Vermögen aus. Der gedeckte Tisch war einer der Höhepunkte luxuriöser Prachtentfaltung. Mit Porzellanfiguren holte man sich ganze Miniaturwelten auf die Desserttafel, beispielsweise Exotengruppen, Jagdszenen oder Allegorien.
Zu den beliebtesten Themenwelten gehörte jedoch das Leben der einfachen Menschen. Bauern und Handwerker. Musiker, Tänzer und Komödianten, fahrende Händler und Jahrmarktsfiguren bereicherten mit ihrer pittoresken, oft nicht bürgerlichen Erscheinung die Vielfalt der Tischdekoration.

 

Die naturgetreue, oft bis ins kleinste Detail beeindruckende Wiedergabe von Angehörigen der verschiedensten Schichten stellte jedoch keine Gesellschaftskritik im modernen Sinn dar, vielmehr sollten die Darstellungen zur Unterhaltung dienen. Gleichzeitig ist auch in den Figuren eine Sehnsucht nach den Sonnenseiten des Lebens ohne Krieg und Elend, Armut und Krankheit zu finden.

 

Ein besonderer Blick wird auch, trotz Idealisierung, auf die Arbeitswelt im 18. Jahrhundert gelenkt. Wir lernen Berufe kennen, die längst der Vergangenheit angehören, wie den Bänkelsänger, den Frettchenhändler oder die Galanteriewarenkrämerin. Die Figuren verraten uns einiges über die barocke Gesellschaft, über ihre Kultur ebenso wie über das Geflecht menschlicher Tätigkeiten, die in Gefahr sind, in Vergessenheit zu geraten.

 

Gerade in einer Region, die über Jahrhunderte durch den Bergbau und das Hüttenwesen geprägt war, ist es wesentlich die Veränderungen der Arbeitswelt ausgehend von den pittoresken Figuren des 18. Jahrhunderts zu thematisieren. Dabei kann die aktuelle Ausstellung zu Diskussionen über das heutige Verständnis von „Arbeit“ und die Auswirkungen der immer schneller veränderten Arbeitswelt dienen.

 

Neben den faszinierenden Original-Objekten werden ca. 12 Objekte in großformatigen Fotografien, die Thomas Wolf gemacht hat, in ungewöhnlichen Dimensionen präsentiert, um die kleinsten Details und die Schönheit der Figuren auf eine völlige neue Art und Weise sichtbar zu machen.

 

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Ludwig Bamberg und der Peter und Irene Ludwig Stiftung Aachen.

 

Anlässlich des 30jährigen Bestehens der Ludwig Galerie Saarlouis werden in dieser Ausstellung Leihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Sammlung Ludwig Bamberg, präsentiert.

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Freitag

10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertage 

14 bis 17 Uhr

 

geschlossen:

Neujahr, Fetter Donnerstag (nachmittags), Rosenmontag, Fastnachtsdienstag, Karfreitag, Osterdienstag, 1. Mai, 20. Mai, Pfingstdienstag, Allerheiligen,

18. November (nachmittags),  Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag

und Silvester

 

Der Eintritt ist frei.

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Bilder

Öffentliche kostenlose Führungen

Sonntag, 9. Februar 2020

Sonntag, 8. März 2020

Sonntag, 5. April 2020

Sonntag, 17. Mai 2020

 

jeweils um 15 Uhr

Öffentliche Kurzführungen in der Mittagspause

Mittwoch, 29. Januar 2020

Mittwoch, 26. Februar 2020

Mittwoch, 25. März 2020

Mittwoch, 29. April 2020

Mittwoch, 13. Mai 2020

 

jeweils um 12.30 Uhr, 20minütige Führungen

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Sonntag, 22. September 2019
15:00 Uhr - Öffentliche kostenlose Führung durch die Ausstellung "Impulsgeber der Region"
Wolfgang Gross-Mario, Siegfried Pollack, Cilli und Günther Willeke - 90 Jahre
Samstag, 28. September 2019
16:00 Uhr - Buchvorstellung Wolfgang Gross-Mario "Ein Reisender"
am Samstag, 28. September 2019 um 16 Uhr