Objekt der Woche

20.04.2020


Die Malerei



Zürich, um 1770, Porzellan, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Sammlung Ludwig Bamberg, Foto: Thomas Wolf

Zürich, um 1770, Porzellan, Bemalung mit Aufglasurfarben, Höhe: 16,3 cm

 

Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Sammlung Ludwig Bamberg;

Foto: Thomas Wolf

 

Nach Siegfried Durcret ist dies „die schönst bemalte Zürcher Porzellanfigur“. Die Sorgfalt in der Ausstaffierung und der hohe Stellenwert, der der Malerei bei dieser Figur zukommt, entsprechen der Darstellung: Die junge Frau ist nämlich nichts anderes als die Allegorie der Malerei. Als solche ist sie durch Palette und Pinsel in ihren Händen gekennzeichnet. Vor allem aber das Gemälde an ihrer Seite weist auf die Kunst, die sie verkörpert.


Die Feinheit der Ausführung und die Leuchtkraft dieses kleinen Bildes mit der Darstellung einer Schäferin kommen besonders gut zur Geltung, da die Figur selbst sehr zurückhaltend bemalt ist. Das hellgelbe Kleid mit zartem Muster ist hoch geschürzt und lässt den Unterrock sehen, so dass dessen große weiße Fläche die Farben des Gemäldes verstärkt.
Die starke Wendung des Kopfes deutet an, dass die Figur ursprünglich ein Pendant besaß, dem sie sich zuwandte.