Podiumsdiskussion "Mit wenigen Strichen Wahrheit auf's Papier bringen - Karikaturen und ihre Nebenwirkungen

15.11.2017


am Mittwoch, 15. November 2017 um 19 Uhr



André François (1915-2005), Der gallische Hahn, um 1980

Die Ludwig Galerie Saarlouis veranstaltet in Zusammenarbeit mit SR 2 KulturRadio zur Ausstellung „Caricatures – Spott und Humor in Frankreich von 1700 bis in die Gegenwart“ eine Podiumsdiskussion.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 15. November um 19 Uhr statt und steht unter dem Titel „Mit wenigen Strichen Wahrheit auf`s Papier bringen – Karikaturen und ihre Nebenwirkungen“.
An der Podiumsdiskussion nehmen Andreas Platthaus und Prof. Dr. Karl-Heinz Götze teil.

 

Andreas Platthaus ist verantwortlicher Redakteur für Literatur und Literarisches Leben bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Comic-Experte und Autor zahlreicher Veröffentlichungen u. a. zur Kunst des Comics. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er unter dem Titel „Das geht ins Auge“ eine Kulturgeschichte der Karikatur: „… beginnend vor zweitausend Jahren bei den Gründervätern mit ihren antichristlichen Schmähungen, über die Herausbildung des „caricare“ im Barock bis in die Gegenwart – ist dies ein Stück lebendiger Kultur- und Kunstgeschichte.“

 

Der Germanist Prof. Dr. Karl-Heinz Götze ist ein Grenzgänger zwischen Frankreich und Deutschland. Seit 35 Jahren arbeitet er in Frankreich – zunächst als Lektor in Nizza, dann als Gastprofessor in Besançon und schließlich als Professor für deutsche Literatur, Landeskunde und Ideengeschichte an der Universität von Aix-en-Provence. Er hat Bücher über die Geschichte der Germanistik, über Böll, Koeppen und Weiss, über das heutige Frankreich und über die französische Küche veröffentlicht.

 

Die Veranstaltung wird von SR 2 KulturRadio Redakteurin Barbara Renno moderiert.

 

Die Geschichte der französischen Karikatur zeigt eindrucksvoll, welch wichtige Rolle die Bildsatire in den vergangenen Jahrhunderten im Kampf um Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit gespielt hat: Immer wieder haben sich Künstler mit ihren Zeichnungen gegen die bestehende Ordnung aufgelehnt und mit frechem Witz an Scheinfassaden von Staat und Gesellschaft gekratzt. Verbote, aber auch drastische Strafen waren über lange Zeit die Folge. Diese lange französische Tradition des Widerstands bewusst zu machen, ist Ziel der Ausstellung „Caricatures“.

 

Die Podiumsdiskussion soll einerseits die Thematik der Ausstellung vertiefen und auch von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Andererseits wird vor allem der Blick auf den transkulturellen Austausch gerichtet.


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen zur Podiumsdiskussion: Tel. 06831/6989811 oder 6989014/17